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Sonntag, 28. März 2010

Tag 7-2: Viva Las Vegas

Aus der Wüste heraus, die wunderbaren Eindrücke im Kopf, bekommt man beim Einfahren nach Las Vegas erst einmal einen Kulturschock. Umrandet von den üblichen ärmlichen Stadtviertel ragen die Hotels des Las Vegas Strips in die Höhe. Wir fahren erst einmal auf dem 5spurigen Freeway am Strip vorbei und checken in unser Hotel ein. Wir kommen für die nächsten 3 Nächte im Stratosphere Tower unter, der am einen Ende den Strip begrenzt. Die Zimmer sind hier zwar ein wenig geräumiger, aber vom Standard nicht höherwertig als die einfachen Motels der letzten Tage. Wenn man nicht unbedingt ein Zimmer für 180,- Dollar aufwärts pro Nacht bucht bekommt man auch nur den Blick auf den Innenhof. Das ist aber nicht so schlimm, da in unserem Hotel für Gäste die Nutzung der Aussichtsplattform kostenlos sein soll.
Die Kasinos hier in der Stadt sind eigenartig. Es sind fast nur Videospielgeräte in den Hallen, die so funktionieren wie die „Einarmigen Banditen“. Hier und da mal ein Blackjacktisch oder ein Würfeltisch. Bis jetzt haben wir auch nur einen Roulett-Tisch gesehen. Wenn man denkt, man könne hier einfach mal sein Kleingeld los werden und damit die Automaten füttern, ist man Fehl am Platze. Die Automaten funktionieren ausschließlich mit Plastikkarten, die man bekommt wenn man kostenlos dem Casino-Club beitritt. Die funktionieren aber dann auch nur in diesem einen Casino. Echt sonderbar – wir haben das noch nicht ganz durchschaut.

Abends machen wir uns noch einmal zu Fuß auf den Weg den Strip hinunter. Wir stellen wieder einmal fest, dass in Amerika NICHTS für Fußgänger ausgelegt ist. Der Strip ist eine 4-spurige Strasse (pro Richtung) an dessen Seite die Hotels und Casinos stehen. Auf Fotos wirkt der Strip wahnsinnig beeindruckend. In echt ist er nicht ganz so. Es leuchtet zwar alles bunt, überall preisen riesige Videowände auf die Shows und Hotels hin aber stehen dazwischen auch viele Baustellen und Dreck-Ecken. Unser Eindruck war eine Mischung aus „Berlin Zoologischer Garten /Kudamm“, Reeperbahn und Autobahnkreuz.
Die Hotels sind alle frei zugängig – man will ja, dass die Laute in die hauseigenen Casinos kommen. Riesige Eingangshallen, fussballfeldgroße Spielhallen, Shoppingmeilen soweit das Auge reicht in jedem Hotel. Bist du da einmal drin hast du Probleme den Ausgang zu finden. Man kann hier ganz normale Hamburger für 16 Dollar essen oder kandierte Äpfel für 10 Dollar.

Da wir aber heute eine lange Tour hinter uns hatten und ziemlich geschafft sind, haben wir nur den halben Strip geschafft und auch nicht jedes Hotel angeschaut. Die nächsten Tage werden mehr zeigenen. Ich bin einmal auf Downtown Las Vegas gespannt. Dort, wo der Strip zu Sinatras Zeiten gelegen war soll Vegas noch etwas ursprünglicher sein.

Fazit für Vegas heute: Schön mal zu anzusehen, zu staunen … aber ansonsten NEPP.

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